Angefangen hatte alles mit den Auftritten seines Vaters. Der kleine Thomonic begleitete den passionierten Amateurmusiker (Saxophon, Klarinette, Querflöte, Gesang) und dessen Top-40-Band bei Streifzügen durch DDR-Clubhäuser bzw. zu Nach-Wende-Volksfesten in Zoos und Autohäuser. Dort lernte Thomonic die mystische Schönheit von Live-Musik kennen.

Angespornt von diesen Erlebnissen wuchs in ihm das Bedürfnis, selbst ein Instrument zu spielen. Auf Wunsch des Vaters widmete er sich ab dem 10. Lebensjahr der Klarinette. Das ging zwar eine Weile gut, aber eigentlich wollte Thomonic trommeln. Im Alter von 13 Jahren bekam er dann ein elektronisches Schlagzeug geschenkt. Thomonics Schwager vermachte ihm zudem ein komplettes Soundsystem.

Nun war kein Halten mehr. Thomonic verdingte sich sowohl als minderjähriger DJ in einem Nachtclub wie auch als Elektro-Schlagzeuger in einer Hardcore-Band. Um sich nicht einseitig die ersten Sporen zu verdienen, heuerte er außerdem im örtlichen Blasorchester an sowie in einer ambitionierten Schülerband, wo man seine Trommelkünste goutierte.

Nebenher versuchte ihn ein altersschwacher Orchester-Schlagwerker mit Exerzierstudien auf der kleinen Trommel zu bändigen, was ihm jedoch nicht gelang. Thomonic zog es in die weite Welt und so verließ er das Elternhaus, um sich in der Fremde in die Geheimnisse der Tonkunst einweisen zu lassen. Eine Spezialklasse für Musik und das angeschlossene Internat öffneten ihm die Ohren. Sogar das Singen brachte man ihm bei, obwohl er sich im Chor schwer tat.

Mit Gleichgesinnten formierte er experimentelle Bands und entdeckte mit Faszination die Improvisation. Seine fast schon fanatische Verehrung für die Meister des Jazz hätte ihn beinahe auf die schiefe Bahn geführt. Gerade noch rechtzeitig fand er zu seinen Wurzeln zurück und besann sich auf die Tugend der musikalischen Offenheit.

Ein Studium der Musikwissenschaft tat das Übrige. Hier nun fühlte sich Thomonic angekommen und zugleich bereit, es nebenbei mit den Tasten des Klaviers aufzunehmen. Diese offenbarten sich jedoch als garstige Lehrmeister. Ein anderes Instrument musste gefunden und sich zu eigen gemacht werden, ein Instrument, das alle musikalischen Aspekte in sich vereint, die Thomonic lieb und teuer geworden waren: die Schnodrigkeit der Klarinette, die Aggressivität des Schlagzeugs, die Feinsinnigkeit des Gesangs und die Klangfülle des Klaviers.

Am Ende einer langen Odyssee entdeckte Thomonic die Qualitäten des Basses. Erst tastete er sich auf der akustischen Bassgitarre vor, um schließlich seiner Vorliebe für elektronische Klänge nachzugeben und sich auf den Sechssaiter-E-Bass festzulegen. Ausgehend von dieser Basis erforscht er seitdem die Untiefen des Klangraumes... auf eigene Verantwortung und ohne Einschränkungen.

Thomonics Debüt "2011 Solo With Myself EP" ist am 29. Februar 2012 auf seinem Label "Bassthology Records" erschienen. Die 5-Track-EP kann als CD oder Download bzw. Streaming in allen einschlägigen Online-Shops bezogen werden. Eine audiophile Platten-Variante mit rotem Vinyl und Bonus-Track (insgesamt 6 Tracks) steht ebenfalls zur Verfügung. Thomonics erstes Video "Back in Leipzig" findet man auf allen relevanten Internet-Plattformen.

Eine neue künstlerische Ebene erreichte Thomonic mit seiner zweiten Platte "2012/3 Duets & Trios EP", welche am 1. Februar 2014 veröffentlicht wurde (Digital & Vinyl). Das kleine Album enthält 6 Kompositionen, genauer gesagt 3 Duette und 3 Trios. Jedes Stück wurde mit anderen Musikern und Instrumenten (Orgel, Violine, Fagott, Bassklarinette, Schlagzeug, Drehleier, E-Gitarre, Dudelsack) eingespielt. Ein Video mit dem Titel "Making-of Thomonic's 2012/3 Duets & Trios EP", das den Aufnahmeprozess dokumentiert, erschien bereits am 3. Januar 2014.

Am 7. Januar 2016 erblickte die dritte Veröffentlichung unter dem Titel "2014/15 Acoustic Quartets & Quintets EP" das Licht der Welt, welche ausschließlich in digitaler Form (Download/Streaming) angeboten wurde. Das Besondere dieses Mal: Thomonic hatte alle (unverstärkten) Instrumente selbst eingespielt, das heißt Akustikgitarre, Piano, Schlagzeug, Percussion und - natürlich - Bass... genauer gesagt eine akustische Bassgitarre. Sogar gesungen hatte er, wenn auch ohne Texte. Am 2. April 2016 erschien das Video zum Track "Cruising across Southern Norway", quasi als Single-Auskopplung. Es komplettierte die EP-Trilogie "Geographical Memories".